Vielfalt ermöglichen – über das eigene Dasein hinaus

 

Die Zahl der Brutvögel im Kanton Zürich hat in den letzten 20 Jahren um rund 10 Prozent abgenommen. Auch ihre Vielfalt ist am Schwinden: Häufige Arten breiten sich weiter aus, viele seltene Arten geraten immer weiter unter Druck. Gegründet als Zürcher Kantonalverband für Vogelschutz engagiert sich BirdLife Zürich seit Jahrzehnten für den Schutz von Natur und Landschaft und die Förderung der Artenvielfalt in den Zürcher Gemeinden. Neben Spenden haben auch Legate und Erbschaften einen hohen Stellenwert, wenn es darum geht, die Kontinuität im Einsatz für die Natur zu sichern.

 

Urs Fierz ist seit vier Jahren Mitglied des Vorstandes von BirdLifeZürich. Er ist ein vertrauensvoller Ansprechpartner, wenn Menschen in Betracht ziehen, BirdLife Zürich in ihrem Testament zu berücksichtigen. Hier – und im persönlichen Gespräch – gibt der 57jährige Steuerberater und Ökonom Auskunft rund um die Themen Erbschaft und Legate.

 

Kontakt: Urs Fierz, Vorstandsmitglied BirdLife Zürich, Tel. 044 360 41 81, Urs.Fierz@fierz-steuern.ch

Unser Vorstandsmitglied Urs Fierz berät Interessierte rund um
Fragen zu Testament und Erbrecht. «Die Natur braucht unseren Schutz,<br>weil sie von vielen Seiten unter Druck ist»

«Die Natur braucht unseren Schutz,
weil sie von vielen Seiten unter Druck ist»

 

Urs Fierz, wie ist ihre persönliche Beziehung zur Natur und zur Idee, ihren Schutz in Form eines Legats im Testament zu berücksichtigen?

Die Natur braucht unseren Schutz, weil sie von vielen Seiten unter Druck ist: In erster Linie vom Menschen selber mit seinen steigenden Anspruchen an Wohnung und Mobilität, Energiegewinnung und landwirtschaftliche Produktion. Das Gleichgewicht wird aber auch durch eingeschleppte Pflanzen, Tiere oder Krankheiten bedroht. Ich denke, dass in der Schweiz viel fur den Schutz der Natur gemacht wird. Die Arbeit wird aber nicht ausgehen. Einen grossen Beitrag leisten die Hunderten von Freiwilligen, welche unter anderem auch in den Sektionen von BirdLife Zürich organisiert sind. Unsere Mitglieder, aber auch viele andere sorgen sich um die Natur, können aber aus verschiedensten Gründen nicht – oder nicht mehr – selber aktiv mithelfen. Mit einem Legat können solche Menschen ebenfalls die Anliegen der Natur unterstützen. Das Legat ist eine Möglichkeit, über den eigenen Tod hinaus eine Sache zu unterstützen, welche einem am Herzen liegt.

 

Können Sie uns etwas über Menschen berichten, die ein Legat an eine Organisation machen?

Bei Leuten, welche ein Legat zugunsten einer Organisation machen, handelt es sich meist um Menschen, die bereits seit langer Zeit miteiner Organisation sympathisieren. Viele von ihnen setzen sich auch für die Belange der Organisation ein, sei es durch aktive, persönliche Mitarbeit oder durch regelmässige finanzielle Unterstützungen. Mit einem Legat kann die Organisation ein letztes Mal unterstützt werden. Ein weiterer Faktor bei der Vergabe eines Legats ist der Umstand, dass sich viele ältere Menschen, welche sich Gedanken über die Verwendung ihres Vermögens machen, in wirtschaftlich guten Verhältnissen befinden. Oft sind auch deren Kinder bereits finanziell etabliert und nicht auf das Erbe der Eltern angewiesen. Mit einem Legat kann deshalb eine Organisation und deren Anliegen mit einem guten Gefuhl unterstutzt werden.

 

Was ist der Unterschied zwischen einer Erbschaft und einem Legat?

Erbschaft und Legat sind im Schweizerischen Zivilgesetzbuch geregelt. Eine Erbschaft kann mit einem Testament geregelt werden; sie ergibt sich aber auch ohne Testament durch das Gesetz. Die Erbschaft macht die Erben zu Rechtsnachfolgern des Erblassers. Das Gesetz sieht den Ehegatten, die Kinder und die Eltern des Erblassers als pflichtteilsgeschütze Erben vor. Per Testament können aber auch weitere Personen oder Organisationen als Erben eingesetzt werden. Ein Legat, auch Vermächtnis genannt, muss vom Erblasser in einemTestament angeordnet werden. Es bezieht sich nur auf einen bestimmten Gegenstand oder einen Geldbetrag, welcher dem Vermächtnisnehmer zukommen soll. Der Vermächtnisnehmer erhält nicht die Stellung eines Erben, das heisst, er ist nicht Rechtsnachfolger des Erblassers; er hat nur Anrechte in Bezug auf den ihm zugedachten Gegenstand oder Geldbetrag.

 

Kann BirdLife Zürich frei uber ein erhaltenes Legat verfügen, oder ist dieses tendenziell zweckgebunden (z.B. themenbezogen)?

Legate werden in der Regel bedingungslos vermacht. Wo jedoch ein Zweck oder ein Thema vorgegeben wird, ist es oberstes Ziel von BirdLife Zürich, die Legate im Sinn und Zweck der Vermächtnisgeber zu verwenden. Je enger ein Zweck definiert wird, desto schwieriger ist es, den Zweck zu erfüllen. Angenommen, BirdLife Zürich erhält einen Geldbetrag mit dem Zweck, ein genau bestimmtes Grundstuck zu erwerben und dieses als Biotop zu erhalten: Wenn aus irgendwelchen Gründen der Besitzer nicht verkaufen will, wäre dieses Legat blockiert. Allgemein gehaltene Zwecksetzungen sind deshalb von Vorteil.

 

Wie soll man vorgehen, wenn man BirdLife Zürich als Legatsempfängerin in Betracht zieht?

Am Einfachsten ist es wohl, mich anzurufen. Telefonisch und absolut unverbindlich können konkrete Fragen besprochen werden. Ich stehe auch gerne für eine persönliche Besprechung zur Verfügung, um vertieft auf Fragen des Testaments oder des Ebrechts einzugehen. Eine solche Beratung ist kostenlos. Wenn schon ein Testament besteht und dieses mit einem Legat für BirdLife Zürich ergänzt werden soll, kann ein handschriftlicher Nachtrag verfasst werden. Für entsprechende Fragen stehe ich gerne zur Verfügung.

 

Kontakt: Urs Fierz, Vorstandsmitglied BirdLife Zürich, Tel. 044 360 41 81, Urs.Fierz@fierz-steuern.ch

 

Zewo-Info: "Legate an gemeinnützige Organisationen" (PDF, 141 Kb)