Umweltziele für den Kanton Zürich 2019-2023

 

Gemeinsam mit unseren Partnern Pro Natura Zürich und WWF Zürich haben wir drei Umweltziele für die laufende Legislatur des Zürcher Kantonsrates formuliert.

 

1. Der Kanton saniert seine ungenügende ökologische Infrastruktur

Der Zürcher Natur geht es schlecht, die natürliche Vielfalt nimmt rasch und stark ab. Viele Tier- und Pflanzenarten kommen nur noch in kümmerlichen Restbeständen vor und stehen vor dem Aussterben. Kein Wunder, denn in weiten Gebieten unseres Kantons können sie nicht leben. Natürliche und naturnahe Lebensräume sind zu klein und isoliert, und sie haben oft zu wenig ökologische Qualität. Kurz: Die ökologische Infrastruktur im Kanton Zürich ist ungenügend, viele Tier- und Pflanzenarten können damit nicht langfristig überleben. Für Natur und Mensch ist es dringend, dass der Kanton den rasanten Artenrückgang stoppt, den Mangel an vielfältigen Lebensräumen wie auch deren mangelhafte Qualität behebt und die Ressourcen und Instrumente den ökologischen Herausforderungen anpasst.

 

2. Der Kanton begrenzt den Bauboom ausserhalb der Bauzone

Die ausufernde Bautätigkeit ausserhalb der Bauzone zersiedelt und zerschneidet unseren Kanton, verdrängt die Natur und erzeugt hohe Infrastrukturkosten. Damit Freiräume für die Natur und unsere Nachkommen bestehen bleiben, muss der Kanton die Zersiedelung und Zerschneidung der Landschaft stoppen und die Beeinträchtigung der schönsten Zürcher Landschaften verringern.

 

3. Der Kanton reduziert seine unverantwortlich hohe Klimabelastung

Der Kanton Zürich trägt kräftig zum menschgemachten Klimawandel bei. Wir verbrauchen sehr viel Energie und produzieren zu viel schädigende Klimagase. Es ist höchste Zeit, dass der Kanton – auch unter Schonung besonderer Natur- und Landschaftswerte – seine Treibhausgas-Emissionen bis 2040 auf netto Null senkt.

 

 

März 2019: Weichenstellung für eine naturfreundlichere Politik

 

Wie sich Natur und Umwelt entwickeln, wird wesentlich in der kantonalen Politik bestimmt. Der Kantonsrat hat in der vergangenen Legislatur häufig gegen die Interessen der Natur entschieden. Am 24. März 2019 haben die StimmbürgerInnen ein klares Zeichen für eine naturfreundlichere Politik gesetzt. 

 

Zu einer Übersicht der Resultate der Kantons- und Regierungsratswahlen 2019 geht es hier.