Abstimmung vom 10. Februar 2019: NEIN zum kantonalen Wassergesetz

 

Lebendige Gewässer statt Eigennutz!

Der Kantonsrat hat ein neues Wassergesetz erlassen, das die alte Gesetzgebung auf Kantonsstufe ablöst. Dagegen ist das Referendum ergriffen worden. Verschiedene Gruppierungen und Parteien sind aus unterschiedlichen Gründen gegen das Gesetz.

BirdLife Zürich argumentiert folgendermassen: Naturnahe Gewässer beherbergen unzählige Tier- und Pflanzenarten, schützen vor Hochwasser, liefern unser Trinkwasser und dienen uns allen zu Erholung. Aber es geht ihnen schlecht: Viele Gewässer sind verbaut oder ganz in Röhren unter dem Boden versteckt. Die Wasserqualität ist durch Giftstoffe beeinträchtigt und viele Fische, Krebse und andere Tier- und Pflanzenarten sind akut bedroht. Der Mehrheit des Kantonsrats ist dies offenbar egal, ihr sind die egoistischen Interessen einiger Weniger wichtiger sind als lebendige Gewässer für alle. Die vorgesehene «grösstmögliche Schonung des privaten Eigentums» (§17) führt dazu, dass unsere Gewässer auch in Zukunft viel zu wenig Platz erhalten. Dadurch kann zu nahe ans Wasser gebaut werden und gefährliche Pestizide werden weiterhin in Gewässernähe gespritzt. Damit nicht genug, das neue Gesetz erschwert auch Renaturierungen massiv, indem diese weder Bau- noch Agrarland tangieren dürfen. Dadurch bleiben viele Gewässer in ihren Röhren und Schächten; auf ewig verschoben werden dagegen genügend Lebensräume für Tiere und Pflanzen, ein verbesserter Hochwasserschutz und neue Erholungsgebiete.

 

 

14 000 Unterschriften eingereicht