Die Hälfte ist nicht genug: Bilanz des Naturschutz-Gesamtkonzepts

 

Der Kanton Zürich hat ein Naturschutz-Gesamtkonzept. Seit 20 Jahren setzt man sich Ziele; der Regierungsrat macht konkrete Aussagen, was er im Naturschutz bis 2015 erreichen möchte. Das ist lobenswert. Die Bilanz leider weniger: Nach 20 Jahren liegt die Zielerreichung gerade mal bei rund 50%.

 

Lesen Sie dazu die gemeinsameMedienmitteilung (PDF, 109 Kb) von BirdLife Zürich, WWF und ProNatura vom 3. April 2017. Den gesamten Bericht finden Sie hier.

 

 

Medienmitteilung zum 2. Wahlgang Ständerat Kanton Zürich 2015

Medienmitteilung (PDF, 426 Kb) vom 9. November 2015

 

 

Sieben kleine Kiebitze sind flügge

Sieben Kiebitzpaare hatten sich im Frühling auf dem fünf Hektaren grossen „Tirbel“ zum Brüten niedergelassen, nun tummeln sich 20 dieser seltenen Vögel auf den Gossauer Äckern. Die Schutzbemühungen für die Kiebitzfamilien wurden mit mindestens sieben flüggen Jungvögeln belohnt.


Medienmitteilung vom 19.6.14 (PDF, 167 Kb)

Bilder und Zeitraffer

 

 

Herrliberger „Biswind“: Entscheid für die Natur

Herrliberger „Biswind“: Entscheid für die Natur

Eine einmalige und geschützte Landschaft bleibt erhalten: Der Kantonsrat hat sich in der Richtplandebatte anfangs März gegen ein regionales Gewerbezentrum im Gebiet „Biswind“ oberhalb von Herrliberg ausgesprochen. Erlenbach und Herrliberg stellten gemeinsam den Antrag, dort das Siedlungsgebiet zu erweitern, um Platz für die Gewerbetreibenden zu schaffen. Das Gebiet „Biswind“ gehört zu einer naturnahen eiszeitlichen Glaziallandschaft und wurde 1980 ins kantonale Inventar der schützenswerten Landschaften aufgenommen.

Als Mitglied des Komitees „Für ein intaktes Naherholungsgebiet 'Biswind' in Herrliberg“ begrüsst ZVS/BirdLife Zürich den Entscheid des Kantonsrates. Alte Versäumnisse in der kommunalen Planung zu beheben, indem man mit dem Siedlungsgebiet in Schutzgebiete vordringt, ist verfehlt.

Nach diesem Entscheid möchte das „Biswind“-Komitee nun die Realisierung eines Geo-Lehrpfads an die Hand nehmen, welcher einen Dialog zum Umgang mit der mehrtausendjährigen Vergangenheit unseres heimatlichen Landschaftserbes und dessen Erhaltung anstossen soll.

Mitteilung Komittee (PDF, 268 Kb)

 

 

© awel  Mehr Landschaftsschutz am Albis

Mehr Landschaftsschutz am Albis

Türlersee und oberes Reppischtal stehen unter Natur- und Landschaftsschutz. Nun schliesst der Kanton Zürich auch die verbliebene Lücke dazwischen. Damit soll die einmalige und bei Erholungsuchenden beliebte Natur und Landschaft am Fuss des Albis integral erhalten bleiben. Die Baudirektion hat eine entsprechende Schutzverordnung erlassen.

Mitteilung der Baudirektion des Kantons Zürich

Gossau: Sieben kleine Kiebitze sind flügge

Sieben Kiebitzpaare hatten sich im Frühling auf dem fünf Hektaren grossen „Tirbel“ zum Brüten niedergelassen, nun tummeln sich 20 dieser seltenen Vögel auf den Gossauer Äckern. Die Schutzbemühungen für die Kiebitzfamilien wurden mit mindestens sieben flüggen Jungvögeln belohnt.

Bilder und Zeitraffer

Den Gossauer Kiebitzen unter die Flügel greifen

ZVS/BirdLife Zürich fördert den Kiebitz in der Gossauer Ebene, indem er deren Nester auf Ackerflächen  schützt.  Aktuell  brüten  fünf  Kiebitzpaare  auf  einem  Acker,  der  erst  nach Abschluss der Bruten bestellt wird. Erstmals wird eine solche Förderungsmassnahme für den Kiebitz als ökologische Ausgleichsfläche anerkannt und dem Landwirt abgegolten. Das Projekt  ist  ein  Teil  der  Kampagne  100xZüriNatur,  mit  der  BirdLife  Zürich  mit  weiteren Partnern mehr Natur im Kanton Zürich schaffen will. 

 

Im  „Tirbel“  in  der  Gossauer  Ebene  ist  zur  Zeit  mächtig  was  los.  Fünf  Kiebitzpaare  haben  sich diesen Acker zum Brüten ausgesucht. „Aufgrund defekter Drainagen habe ich die zum Teil stark vernässte Fläche noch nicht angesät“ meint Landwirt Ruedi Winkler. Die gepflügte, unbewachsene Fläche  ist  damit  ideal  für  Kiebitzbruten.  Ein  lokales  Kiebitz-Team  aus  Freiwilligen  hat  die  fünf Nester  in  Absprache  mit  Bewirtschafter  Winkler  lokalisiert,  markiert  und  mit  einem  flexiblen Weidezaun eingezäunt. Dieser hält frei laufende Hunde und nächtliche Nesträuber wie Fuchs und Marder  ab.  „Die  Zusammenarbeit  mit  Winkler  ist  Gold  wert“,  so  René  Brassel  aus  dem  Kiebitz-
Team.

 

Das Team von Ehrenamtlichen beobachtet von Anfang März bis Mitte Juli die Gossauer Kiebitze systematisch.  Bei  Brutverdacht  wird  über  die  Gemeinde  Gossau  der  betroffene  Landwirt identifiziert  und  über  die  Schutzbemühungen  informiert.  Willigt  dieser  ein,  tritt  wiederum  das Freiwilligen-Team in Aktion und zäunt die Nester ein. Begleitet wird das Projekt von der Orniplan AG als Koordinatorin der schweizweiten Kiebitzförderung. 


Erstmals  können  Bauern  im  Kanton  für  ihre  Kiebitz-Massnahmen  entschädigt  werden.  Auf  dem „Tirbel“  verschiebt  Landwirt  Ruedi  Winkler  die  geplante  Maisansaat  bis  Ende  Mai,  sodass  die Kiebitzeltern ihre Bruten in Ruhe vollenden und die jungen Küken ein paar Wochen lang ungestört Nahrung  suchen  können.  Diese  Massnahme  wird  ihm  von  Bund  und  Kanton  anerkannt  und  im Rahmen des ökologischen Ausgleichs entschädigt.

 

Videos und Bilder

Mitteilung als PDF (PDF, 81 Kb)

Hintergrundinformationen (PDF, 78 Kb)

 

Weitere Informationen: 

ZVS/BirdLife Zürich, Mathias Villiger, Projektleiter, 044 461 65 60, www.birdlife-zuerich.ch

 

 

Bild: Thomas Kuske

 Renaturierte Thur im Kanton Zürich
Renaturierte Thur im Kanton Zürich
Bild: Thomas Kuske

Umweltverbände fordern Renaturierungsfonds

08.05.2013 - WWF Zürich, Pro Natura Zürich und ZVS/BirdLife Zürich befürworten das neue kantonale Wassergesetz, das eine gute Grundlage für naturnähere Gewässer gibt. Allerdings fehlt im Gesetzesentwurf die Finanzierungsbasis für Gewässerrenaturierungen. Die Umweltverbände fordern einen Renaturierungsfonds. 

 

Im Kanton Zürich sind nur noch 31 % der Fliessgewässer natürlich oder naturnah, für rund 400 km Gewässerstrecke besteht ein prioritärer Renaturierungsbedarf. Das eidgenössische Gewässerschutzgesetz schreibt vor, dass dieser in den nächsten 80 Jahren abgearbeitet wird. Dies nimmt das kantonale Wassergesetz auf, ohne jedoch die Finanzierung der Aufgabe sicherzustellen. Diese Lücke füllt der neu vorgeschlagene Renaturierungsfonds, indem er einen Finanzierungsautomatismus einführt: Die Wassernutzungsgebühren, die ohnehin erhoben werden – Konzessionsgebühren für Nutzungen der Oberflächengewässer und des Grundwassers sowiedie Abgaben für Seebauten –, sollen neu zum Teil in den Fonds eingelegt werden. Damit führt der Fonds nicht zu Mehreinnahmen für den Kanton Zürich, sondern lediglich zu einerZweckbindung der Gelder.Der Renaturierungsfonds ist reserviert für Massnahmen zur Revitalisierung der Gewässer sowie Verbesserungen des Geschiebehaushalts und der Schwall-Sunk-Problematik. Kantone, welche bereits einen solchen Fonds besitzen (namentlich Bern und Genf), haben damit gute Erfahrungen gemacht.

 

Auskunft erteilen:

Cornelia Hafner, Geschäftsführerin WWF Zürich, 078 748 21 13
Andreas Hasler, Geschäftsleiter Pro Natura Zürich, 079 385 51 84
Thomas Kuske, Geschäftsführer ZVS/BirdLife Zürich, 079 954 29 82

Mitteilung als PDF (PDF, 488 Kb)

 

 

2012

2011

  • 27. September 2011
    Erfolgreiche Jahresaktion "Segler und Schwalben" abgeschlossen
    mehr

  • 9. September 2011
    Ökologisch wählen mit "umweltrating.ch"
    mehr
    umweltrating.ch

2010

  • 26. März 2010
    Triumph für Website von ZVS/BirdLife Zürich
    1. Platz in der Kategorie Public Affairs und hervorragender 3. Platz beim Master of Swiss Web
    Mitteilung (PDF, 162 Kb)
  • 15. März 2010
    Neue Führung bei ZVS/BirdLife Zürich
    Für Best of Swiss Web Award nominiert
    Mitteilung (PDF, 91 Kb)

 

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